Häufige Fragen
Wir haben hier die häufigsten Fragen und Antworten rund um unsere natürliche Sondennahrung, die Anwendung und die Kostenübernahme zusammengestellt. Die gesuchte Antwort ist nicht dabei? Wir freuen uns über Ihre Kontaktaufnahme: info@natyr.ch
Produkte
Natyr kann bei Raumtemperatur gelagert werden und muss nicht gekühlt werden. Idealerweise werden die Produkte an einem kühlen, trockenen und lichtgeschützten Ort gelagert werden. Die Temperatur sollte zwischen 5-25°C betragen.
Die Produkte sind bei korrekter Lagerung 12 Monate haltbar.
Nach dem Öffnen müssen sie innerhalb von 2 Stunden verwendet oder gekühlt innerhalb von 24 Stunden aufgebraucht werden.
Die Produkte dürfen nicht verwendet werden, wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum überschritten oder der Beutel beschädigt oder gebläht ist.
Unsere Produkte haben bewusst eine etwas dickere Konsistenz (sogenannte Viskosität) als herkömmliche Sondennahrungen. Diese höhere Viskosität kann helfen, Reflux zu lindern und zu einer besseren Verträglichkeit beitragen.
Die Konsistenz der einzelnen Produkte kann von Produktion zu Produktion leicht variieren. Wir verarbeiten ausschliesslich natürliche Lebensmittel, deshalb können aufgrund saisonaler Veränderungen geringe Abweichungen auftreten.
Ja, zu 100%. Für unsere Produkte verwenden wir ausschliesslich Zutaten aus biologischer Landwirtschaft. Bio bedeutet für uns, bereits bei der Auswahl der Rohstoffe auf Natürlichkeit und Qualität zu setzen – aber auch auf eine verantwortungsvolle Produktion und hohe Standards beim Tierwohl. Denn gute Mahlzeiten beginnen mit guten Zutaten.
Bestellung & Kostenübernahme
Ja, Natyr ist krankenkassenzulässig und wird von der Krankenkasse oder der IV übernommen. Dazu muss ein Gesuch zur Kostenübernahme eingereicht werden. Wie das genau geht, erklären wir hier: Bestellung & Kostenübernahme.
- Besprechen Sie die Umstellung mit Ihrer Ernährungsberatung und Ärzt:in.
- Die Ernährungsberatung löst die Erstbestellung von Natyr bei Ihrem Homecare aus und passt, sofern nötig, das Rezept, respektive die Verordnung an.
- Falls Fragen auftreten oder Sie und Ihr medizinisches Behandlungsteam Unterstützung brauchen, dürfen Sie sich gerne bei uns melden: info@natyr.ch
Anwendung
Natyr eignet sich für Erwachsene und Kinder ab 1 Jahr mit einer gastralen Ernährungssonde (via PEG, Button oder NGS).
Natyr ist auch für die orale Einnahme geeignet als Mahlzeit oder Trinknahrung (ONS).
Natyr kann bei Raumtemperatur verabreicht werden. Möchten Sie eine Mahlzeit erwärmen, empfehlen wir ein Wasserbad. Überprüfen Sie vor der Verabreichung immer die Temperatur.
Wichtig: Natyr darf nicht in der Mikrowelle oder im Ofen erhitzt werden!
Ja, unsere Produkte müssen nicht gekühlt werden (solange ungeöffnet) und eignen sich für Ausflüge und Reisen. Für lange Reisen berücksichtigen Sie bitte die Frage «Wie lagere ich die Produkte?».
Ja, unsere Mahlzeiten können auch oral verzehrt werden. Bei Bedarf können sie im Wasserbad erwärmt und individuell gewürzt werden.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Sondennahrung aufzuziehen:
- Beutel flach hinlegen und die Spritze durch Zurückziehen des Kolbens befüllen (siehe Anwendung).
- Beutel in der Hand halten: Beutel leicht zusammendrücken, gleichzeitig mit der anderen Hand den Spritzenkolben zurückziehen.
- Spritze direkt befüllen: Den Kolben vollständig aus der Spritze ziehen. Die Spritze von hinten direkt aus dem Beutel befüllen und dabei die Spritzenöffnung mit einer Kappe oder einem Finger verschliessen. Anschliessend den Kolben wieder einsetzen und überschüssige Luft vor der Verabreichung entfernen.
Alle Methoden führen zum gleichen Ergebnis. Wählen Sie die Variante, die für Sie im Alltag am angenehmsten ist und am besten funktioniert.
Ja, alle Sorten von Natyr können auch über eine Nasogastralsonde verabreicht werden. Unsere Erfahrungen mit unterschiedlichen Sondengrössen haben wir beschrieben unter Anwendung.
Ja, Natyr kann auch mit der Ernährungspumpe verabreicht werden. Unsere Erfahrungen mit unterschiedlichen Ernährungspumpen haben wir beschrieben unter Anwendung.
Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Bitte besprechen Sie eine jejunale Verabreichung mit Ihrem medizinischen Behandlungsteam, da sie von Ihrer individuellen Situation und dem Grund für die Jejunalsonde abhängt.
Reguläre ENFit-Ernährungsspritzen sind grundsätzlich für den Einmalgebrauch vorgesehen. Bei wiederholter Verwendung kann der Kolben schwergängig werden. Tipp: Wenn die Spritze klemmt, kann etwas Speiseöl helfen. Geben Sie das Öl in die Spritze und bewegen Sie den Kolben einige Male vor und zurück, um die Gleitfähigkeit zu verbessern.
Als Alternative gibt es ENFit-Ernährungsspritzen mit «O-Ring». Diese sind von einzelnen Herstellern (z.B. GBUK, Danumed) ausdrücklich für die mehrfache Verwendung zugelassen und können gemäss Herstellerangaben bis zu 14 Tage verwendet werden. Viele Homecare-Anbieter führen diese O-Ring-Spritzen ebenfalls im Sortiment.
Verstopfungen können grundsätzlich bei jeder Form der Sondenernährung auftreten und sind nicht häufiger bei natürlicher Sondennahrung. Unsere Mahlzeiten sind sehr fein püriert und für die Verabreichung über eine Sonde entwickelt. Dennoch kann es – wie bei anderer Sondennahrung auch – in Ausnahmefällen zu einer Verstopfung kommen. Häufige Ursachen sind:
- Unzureichendes Spülen der Sonde
Spülen Sie die Sonde vor und nach jeder Mahlzeit, sowie vor und nach jeder Medikamentengabe gründlich mit Wasser. - Medikamente
Medikamente sollten nicht direkt mit der Nahrung gemischt werden, da dies zu Ausflockungen und einer Verstopfung der Sonde führen kann. Richtiges Vorgehen: Ernährung pausieren → Sonde spülen → Medikamente verabreichen → erneut spülen → Ernährung fortsetzen. - Zu langsame Verabreichung, insbesondere mit einer Pumpe
Bei sehr geringer Laufrate kann eine Verstopfung der Sonde häufiger auftreten. - Zu kleines Sondenlumen
Beachten Sie unsere Empfehlungen zur Sondengrösse: PEG mindestens CH/Fr 14, Button mindestens CH/Fr 12, NGS mindestens CH/Fr 10.
Ist die Verstopfung von aussen sichtbar, können Sie die betroffene Stelle vorsichtig massieren. Oft hilft es, lauwarmes Wasser mehrmals vorsichtig in die Sonde einzuspritzen und wieder zurückzuziehen. Alternativ kann kohlensäurehaltiges Mineralwasser in die Sonde gegeben und die Schlauchklemme für etwa 15 Minuten geschlossen werden.
Lässt sich die Verstopfung dadurch nicht beheben, wenden Sie sich bitte an Ihre Pflegefachperson, die Gastroenterologie oder Ihren Homecare.
Ernährung & Verträglichkeit
Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen mit enteraler Ernährung von einer natürlichen Sondennahrung profitieren können. Mögliche Vorteile sind beispielsweise reduzierter Würgereiz, weniger Übelkeit und Erbrechen sowie eine grössere Vielfalt des Darmmikrobioms. Eine umfassende Zusammenfassung der Forschungsergebnisse finden Sie hier: Positive Effekte natürlicher Sondennahrung.
Stellen Sie die Ernährung schrittweise über mehrere Tage um, damit sich der Körper und die Verdauung an die neue Ernährung gewöhnen kann. Besprechen Sie die Details der Umstellung mit Ihrer Ernährungsberatung.
Die benötigte Tages- und Bolusmenge ist individuell und richtet sich unter anderem nach Alter, Körpergewicht, Gesundheitszustand und persönlichem Bedarf. Ihre Ernährungsberatung berechnet, wie viel Sondennahrung zur Deckung Ihres Energie- und Nährstoffbedarfs erforderlich ist. Angaben zu den Nährwerten unserer Mahlzeiten finden Sie hier: Produkte.
Ja, unsere Produkte lassen sich vielfältig einsetzen:
- Natyr als alleinige Sondennahrung: In diesem Fall empfehlen wir verschiedene unserer Sorten zu kombinieren und die Ernährung mit einem altersentsprechenden Mikronährstoffpräparat sowie etwas Salz zu ergänzen.
- Natyr ergänzend zur bisherigen Sondennahrung, um die Lebensmittel- und Nährstoffvielfalt zu erhöhen
- Natyr als praktische Alternative zu selbst pürierter Sondennahrung, beispielsweise auf Reisen, bei Spital- oder Rehabilitationsaufenthalten, bei der Arbeit oder in der Schule.
Studien zeigen, dass auch Menschen, die bisher hydrolysierte oder aminosäurebasierte Sondennahrungen erhalten haben, die intakten Proteine natürlicher Sondennahrung vertragen können. Dies muss jedoch individuell geprüft werden. Wenden Sie sich hierfür an Ihre Ernährungsberatung.
Unsere Produkte enthalten alle Makronährstoffe, sind jedoch nicht «diätetisch vollständig», da wir bewusst auf zugesetzte synthetische Vitamine und Mineralstoffe verzichten, um möglichst natürliche Mahlzeiten anzubieten. Deshalb empfehlen wir, die Ernährung individuell mit einem geeigneten Mikronährstoffpräparat und etwas Salz zu ergänzen. Besprechen Sie die Auswahl und Dosierung mit Ihrer Ernährungsberatung.
Falls der individuelle Proteinbedarf mit Natyr allein nicht gedeckt werden kann, lässt sich die Ernährung mit einem geeigneten Proteinpulver ergänzen. Besprechen Sie die Auswahl und Dosierung mit Ihrer Ernährungsberatung.
In den meisten Fällen ist zusätzliche Flüssigkeit erforderlich. Ergänzen Sie ausreichend Wasser, um den individuellen Flüssigkeitsbedarf zu decken. Besprechen Sie mit Ihrem medizinischen Behandlungsteam, wie viel zusätzliche Flüssigkeit Sie pro Tag benötigen.
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